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Schottischer Whisky wird zurzeit in etwa 100 Brennereien in 6 verschieden Regionen gebrannt und in 5 Kategorien (der Herstellung) unterteilt. Den Whiskys aus einer Region wird eine gemeinsame geschmackliche Charakteristik nachgesagt.

Alle schottischen Whiskys müssen mindestens drei Jahre lang in Eichenfässern gelagert werden. Jede Altersangabe auf einer Flasche, muss das Alter des jüngsten Whiskys widerspiegeln, der zur Herstellung verwendet wurde.

Die erste schriftliche Erwähnung von schottischem Whisky findet sich in den Schatzkammerrollen von Schottland, 1495. Ein Mönch namens John Cor war der Brenner in der Lindores Abbey in Newburgh, Fife, wo im Oktober 2017 die Produktion von Malzwhisky zum ersten Mal seit 522 Jahren wieder aufgenommen wurde.

Das Wort Whisky leitet sich vom schottisch-gälischen usige beatha bzw. vom irischen usige beatha ab, was soviel bedeutet wie Lebenswasser   (uisge = Wasser und beathe = Leben (= "Wasser des Lebens").

Einteilung

Unterteilt wird "Scotch Whisky" gesetzlich in folgende Kategorien (Arten). Verschnitt (englisch: "to blend") bedeutet hier "Mischung" von Whiskys unterschiedlicher Brennereien und/oder Jahrgänge. Die Kunst des "Master Blenders" besteht darin, bis zu 50 verschiedene Malt- und Grain-Whiskys zu einer einheitlichen und kontinuierlichen Geschmacksindividualität zu mischen. Ein Blend ist immer das Ergebnis des mischens vieler einzelner Malt / Grain - Whiskys, und genau auf den Geschmack der Zielgruppe zugeschnitten:

Regionen

Whisky aus Schottland wird in 6 Regionen hergestellt (in Klammern die Anzahl der Brennereien).

Karte der schottischen  Whisky Regionen

Die 6 Whisky Regionen in Schottland einschließlich der 6 Inseln (Orkney, Skye, Mull, Jura, Arran und Lewis). Bis auf den leichten Salzgeschmack auf Grund der Seeluft, haben die Insel-Whiskys keinen einheitlichen Charakter.


Highland

Der leicht rauchige Whisky aus den Highlands ist der bekannteste und vielfältigste Malt. Er ist ein würziger, mittelschwerer Malt Whisky. Die Region Highland unterteilt sich im allgemeinen noch in Speyside-, Northern-, Eastern -, Southern- und Western Highland Malt.

Schier endlos ist die Zahl derer, die ihn ihren Lieblings-Whisky nennen, kaum zu zählen die Hymnen und Prädikate. Den "Rolls Royce unter den Malts" hat man ihn genannt- und das Image des Besonderen, Exklusiven, Kostbaren ist ebenso verdient wie es sorgsam, konsequent und liebevoll bis ins kleinste Detail gepflegt wird: durch dezidiertes Qualitätsbewustsein in der Herstellung, durch die ausschließliche Verwendung nicht nur von Sherry-, sondern von Olorosofässern, die in Spanien auf eigene Kosten erst einmal mit Wein gefüllt und dann zur Whiskylagerung höchstens ein - bis zweimal verwendet werden.

Seit 1980 ernsthaft auf den Markt gebracht, ist The Macallan , wie er selbstbewußt und hoheitsvoll genannt wird, zu einer Edelmarke geworden, der in der 18-jährigen Version bei spektakulären Blindverkostungen sogar teure Renommier - Cognacs hinter sich gelassen hat.

Speyside

Die beiden meistverkauften Single Malt Whiskys der Welt, The Glenlivet und Glenfiddich, kommen aus Speyside. Die Region verfügt über die größte Anzahl an Destillerien aller Whisky produzierenden Gebiete Schottlands. Allein in Dufftown gibt es sechs Brennereien mit einer Jahreskapazität von 40 Mio. Liter Alkohol.

Die Destillerien von Speyside werden hauptsächlich von führenden internationalen Getränkekonzernen wie Diageo, LVMH und Pernod Ricard, zum Teil aber auch von Familienunternehmen wie J. & G. Grant und William Grant & Sons und von der Edrington Group (mehrheitlich im Besitz einer gemeinnützigen Gesellschaft) betrieben.

Speyside Whiskies können in der Regel als hell und mit einer Note von frischen Gras (z.B. Glenlivet) oder reich und süß (z.B. Macallan) eingestuft werden.

Lowland

Die südlich der geographischen Linie Glasgow - Dundee hergestellten Malts werden als Lowland Malts bezeichnet. Sie sind leicht, weich, angenehm im Geschmack, kaum rauchig, trocken und vergleichsweise arm an Torfaromen. Lowland Malts sind vor allem für Blends beliebt, da sie als Ausgleich zwischen den Highland und kräftigen Islay Malts dienen.

Islay

Die Insel Islay im Atlantik vor der schottischen Westküste ist die Heimat einiger großen Malts. Sie sind in der Regel von extremer Wucht, sie haben ein intensives Torfaroma- fast die ganze Insel ist von einer Torfschicht bedeckt, die das Grundwasser gelb färbt- und lassen die Nähe der See ahnen ( Jod ). Sie sind auch für Blends sehr beliebt, denn schon eine kleine Menge IslayMalt verleiht Ihnen das typische Torfrauch-Aroma.

Die kräftigen, schweren Malts der Insel Islay haben am ehesten den ursprünglichen Charakter eines Malt Whiskys vergangener Zeit bewahrt. Die der Westküste Schottlands vorgelagerten Insel Islay wird klimatisch stark durch die Irische See/Atlantik geprägt.

Laphroaig

Was das gälische Wort Laphroaig (gesprochen Lafroyg) bedeutet, ist nicht ganz klar; die Destillerie übersetzt es mit "schöne Mulde an der breiten Bucht" was die malerische Lage treffend beschreibt. Laphroaig ist der eigentümlichste unter den Malt Whiskies. Man verfügt bei Laphroaig über eigene Torffelder auf der Insel Islay und sehr gepflegte Malzböden in der Destillerie. Seine Lagerhäuser liegen direkt am Meer.

All diese durch die Umgebung geprägten Einflüsse finden sich in dem öligen und jodartigen Seetangcharakter des Laphroaig vereint. Der berühmte Anschlag auf die Geschmacksnerven ist aber in den letzten Jahren etwas milder geworden und hat den Blick auf die Süße dieses Malt freigegeben. Die Destillerie wurde um 1820 von einer Familie Johnston erbaut, deren Name noch heute das Etikett ziert. 1847 starb der Gründer - er fiel in ein Whiskyfaß und ertrank.

Isle of Orkney, Skye, Jura, Mull

Fern von den anderen Whisky produzierenden Inseln ist Orkney in jeder Beziehung isoliert. Seine beiden Brennereien erzeugen Whiskies mit Heidetönen, und dieser blumig - würzige Charakter hat Gemeinsamkeiten mit den Destillaten vom nördlichen Festland.

Außer Islay sind die westlichen Inseln keine klassischen Malt Whisky Region. Malt-Liebhaber sagen "Inselwhisky‘’ und meinen intensiv; das kennzeichnet kaum die Produkte von Jura und Mull, wenn es auch sicherlich auf Talisker von der Insel Skye paßt. Einen leichten Anflug von Torf haben sie alle gemein.

Talisker

ist der berühmte Whisky von der Insel Skye, legt jene Intensität und Kraft an den Tag, an die Whiskyfreunde denken, wenn Sie von einem "Insel Malt" sprechen. Der achtjährige und der 12 Jahre alte Talisker wurden ersetzt durch einen zehnjährigen, der wieder die traditionellen 45,8% hat und zu den Classic Malts von United Distillers gehört.

Highland Park

auf der Orkney-Insel ist die nördlichste Destillerie überhaupt. Er ist ein sehr komplexer Whisky, rauchig, malzig und trocken. Highland Park ist ein Mittelgewicht mit ausgezeichneten Ruf. Der Torf wird auch heute noch mit Heidekraut angereichert.

Campbeltown

Die kleinste der klassischen Single-Malt-Regionen ist Campbeltown. Sie besteht nur aus einer Stadt, auf der Halbinsel Kintyre.

Ein, man kann es nicht anders sagen, Klassiker unter den Malts. Bei zahllosen Verkostungen als "Premir Grand Cru Classe bezeichnet, und doch recht eigenwillig im Geschmack. Die Besitzer wissen, daß sie die (fast) letzten Repräsentanten einer glorreichen Vergangenheit sind: Auf der Halbinsel Kintyre gab es einmal mehr als dreißig Destillerien, von denen gerade noch zwei übrig geblieben sind.

Ein Malt dem man sich langsam nähern muß.